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Kefken Ahşap Dekorasyon

Was ist Thermoholz, und wo wird es eingesetzt?

Murat Şen · Veröffentlicht: · Aktualisiert:

Thermoholz ist Holz, das bei hoher Temperatur in kontrollierter Umgebung wärmebehandelt wurde. Dabei wird kein Schutzmittel eingebracht; das Holz wird nur mit Hitze und Dampf behandelt. Die Wärmebehandlung verringert die Neigung des Holzes, Feuchtigkeit aufzunehmen und abzugeben. Deshalb quillt und schwindet Thermoholz weniger, und seine Fäulnisbeständigkeit steigt. Dafür wird es spröder, und die Biegefestigkeit sinkt. In der Literatur wird es meist für Bereiche ohne Erdkontakt empfohlen, etwa Fassadenverkleidungen, Terrassendielen, Zaunfelder und Saunen. Für tragende Balken und Stützen im Erdreich wird es nicht empfohlen.

Erhöhte Holzdeckplattform im Garten zwischen Bäumen, Geländer mit Diagonalstreben.
In diesem Beitrag · 6 Abschnitte

Wie wird Thermoholz hergestellt?

Getrocknetes Schnittholz kommt in einen geschlossenen Ofen mit reduziertem Sauerstoff. Dort wird es unter Dampf eine Zeit lang bei hoher Temperatur gehalten, dann langsam abgekühlt und wieder befeuchtet. Dabei verändern sich manche Zucker und Harze im Holz oder treten aus. Da der wasserbindende Anteil des Holzes abnimmt, sinkt auch seine Neigung, Feuchtigkeit aufzunehmen und abzugeben.

Thermoholz wird meist aus Kiefer oder Fichte hergestellt. In der Literatur finden sich auch wärmebehandelte Hölzer aus Laubbäumen wie Esche. Temperatur und Dauer der Behandlung bestimmen die Produktklasse. Bei höherer Temperatur behandeltes Holz wird dunkler und formstabiler, aber auch noch spröder.

„ThermoWood®“ ist ein Markenname. Die allgemeine Bezeichnung ist wärmebehandeltes Holz; in diesem Text sprechen wir von „Thermoholz“.

Was sind die Stärken von Thermoholz?

  • Arbeitet weniger: Bei feuchter Luft quillt es weniger, bei trockener Luft schwindet es weniger. Die Fugen zwischen den Dielen verändern sich von Jahreszeit zu Jahreszeit weniger, Verziehen und Reißen nehmen ab.
  • Höhere Fäulnisbeständigkeit: Es ist widerstandsfähiger gegen Pilze und Fäulnis als unbehandelte Kiefer und Fichte.
  • Weniger Harzaustritt: Da ein Großteil des Harzes bei der Behandlung austritt, läuft seltener Harz aus den Ästen.
  • Durchgehend gleiche Farbe: Der dunkelbraune Ton der Wärmebehandlung sitzt nicht nur an der Oberfläche, sondern auch im Inneren des Holzes. Schnittenden und geschliffene Flächen behalten dieselbe Farbe.
  • Enthält kein Schutzmittel: Das ist der Unterschied zu imprägniertem Holz.

Was sind die Schwächen von Thermoholz?

  • Sprödigkeit: Die Biegefestigkeit sinkt. Deshalb wird es für tragende Teile wie Balken, Pfosten und Geländerpfosten meist nicht verwendet.
  • Risse an Schrauben und Enden: Bei Schrauben nahe am Dielenende können Risse entstehen. Deshalb ist es üblich, vor dem Verschrauben vorzubohren.
  • Erdkontakt: Für Teile im Erdreich oder an dauerhaft nassen Stellen wird es nicht empfohlen.
  • Stöße und Kratzer: Die Oberfläche ist stoßempfindlicher als die von unbehandeltem Holz. Kanten und Ecken brechen leicht.
  • Vergraut in der Sonne: Der dunkelbraune Ton verblasst an sonnigen Flächen mit der Zeit und wird grau.

Wo wird Thermoholz eingesetzt?

Einsatzort

Geeignet?

Hinweis

Fassadenverkleidung

Ja

Da es wenig arbeitet, einer der häufigsten Einsatzbereiche von Thermoholz.

Terrassendielen

Ja

Balken und Stützen unter den Dielen werden aus anderem Material gebaut.

Zaun und Gartenpaneele

Ja

Pfosten, die ins Erdreich reichen, sind aus anderem Material.

Sauna innen

Ja

Arbeitet bei Hitze und Feuchte wenig, kaum Harzaustritt.

Balken, Pfosten, Tragwerk

Nein

Geringe Biegefestigkeit.

Stütze im Erdreich

Nein

Bei Erdkontakt nicht empfohlen.

Wird Thermoholz für eine Holzterrasse verwendet, sind meist nur die Dielen aus Thermoholz; die Balken darunter sind meist aus kesseldruckimprägnierter Kiefer. Da die Dielen spröder sind, richtet man sich bei Balkenabstand und Schraubpositionen nach der Empfehlung des Herstellers. Bei Fassadenverkleidungen wird empfohlen, hinter den Brettern eine Hinterlüftung vorzusehen; so können beide Seiten des Holzes trocknen.

Thermoholz, kesseldruckimprägnierte Kiefer oder Iroko?

Thermoholz

Kesseldruckimprägnierte Kiefer

Iroko

Wie wird es geschützt?

Durch Wärmebehandlung

Durch ein unter Druck eingebrachtes Schutzmittel

Durch natürliche Inhaltsstoffe im Kernholz

Tragende Teile

Nicht empfohlen

Weit verbreitet

Wird verwendet

Formstabilität

Hoch

Mittel

Hoch

Farbe

Dunkelbraun, vergraut in der Sonne

Grünlich oder bräunlich, vergraut mit der Zeit

Gelblich braun, dunkelt mit der Zeit nach; vergraut draußen in der Sonne

Oberflächenpflege

Öl oder Farbe

Öl oder Farbe

Meist Öl

Die Einschätzungen in der Tabelle sind allgemeines Wissen; sie hängen vom Produkt und vom einzelnen Baum ab. Einen ausführlichen Vergleich der Arten finden Sie im Ratgeber zu Holzarten, wie imprägniert wird, im Ratgeber Was ist kesseldruckimprägniertes Holz?

Braucht Thermoholz Pflege?

Ja. Die Wärmebehandlung schützt das Holz vor Fäulnis, aber nicht vor der Sonne. Sonniges Thermoholz vergraut mit der Zeit, und an der Oberfläche können feine Risse auftreten. Wer den grauen Look mag, kann das Holz so lassen; dem Holz selbst schadet das nicht.

Um den dunklen Ton zu erhalten, wird ein pigmentiertes Holzöl empfohlen. Wie oft geölt werden muss, hängt vom verwendeten Produkt und davon ab, wie viel Sonne die Fläche bekommt. Die Schritte sind dieselben wie bei der Pflege einer Holzterrasse: waschen, vollständig trocknen lassen, Öl in dünnen Schichten auftragen. Wir beschreiben sie im Ratgeber Wie pflegt man eine Holzterrasse?

Wir arbeiten auch mit Thermoholz. Welches Holz zu Ihrer Fläche passt, besprechen wir gemeinsam beim Vor-Ort-Termin.

Häufige Fragen

Enthält Thermoholz Chemikalien?
Nein. Es wird kein chemisches Schutzmittel zugesetzt; das Holz wird nur mit Hitze und Dampf behandelt.
Wird Thermoholz für tragende Teile verwendet?
Meist wird davon abgeraten. Die Wärmebehandlung senkt die Biegefestigkeit des Holzes. Für Balken und Pfosten werden kesseldruckimprägnierte Kiefer oder Harthölzer bevorzugt.
Kann Thermoholz ins Erdreich eingebaut werden?
Davon wird abgeraten. Thermoholz eignet sich für Bereiche ohne Erdkontakt. Pfosten und Stützen, die ins Erdreich reichen, werden aus anderem Material gebaut.
Vergraut Thermoholz?
Ja. An sonnigen Flächen verblasst der dunkelbraune Ton mit der Zeit und wird grau. Um die Farbe zu erhalten, wird pigmentiertes Holzöl empfohlen.
Was ist der Unterschied zwischen Thermoholz und kesseldruckimprägnierter Kiefer?
Bei der Imprägnierung wird ein Schutzmittel ins Holz eingebracht. Thermoholz wird dagegen nur wärmebehandelt; es wird formstabiler, aber auch spröder.

Unsere Arbeiten dazu

Sprechen wir über Ihr Vorhaben

Schicken Sie uns ein paar Fotos der Fläche; dann besprechen wir gemeinsam das passende Holz und die Arbeit.

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